Aktuelles

Der Arbeitskreis traf sich zum DGG-Seminar „Oberflächennahe Geophysik“ in Neustadt/Weinstr. vom 21. bis 23. März 2018. Das Seminar wurde erstmals überlappend mit dem Treffen des DGG-Arbeitskreises Seismik durchgeführt. Die Schnittmenge bildeten dabei Beiträge zur oberflächennahen Seismik, die für die Teilnehmer beider Veranstaltungen von Interesse waren. Einen Schwerpunkt des Seminars bildete eine Einführung in Technik und Anwendungsmöglichkeiten von Nuclear Magnetic Resonance (NMR) Sondierungen durch Mike Müller-Petke (LIAG) und Stephan Costabel (BGR).

Ziele

Im Fokus des Arbeitskreises stehen geophysikalische Untersuchungen des oberflächennahen Untergrundes bis in ca. 500 m Tiefe. Dabei geht es um den Schutz und die Nutzung natürlicher Ressourcen wie des Grundwassers oder des Ackerbodens, um die Abwehr von Georisiken, um sicheren Baugrund für Infrastrukturmaßnahmen und um die Erkundung archäologischer Objekte. Neue Aufgabenfelder wie die Nutzung von Erdwärme und die Erkundung unterirdischer Stromtrassen sind im Zuge der Energiewende dazugekommen. Wir bewegen uns hier an der Schnittstelle von Bio-, Hydro- und oberster Lithosphäre, die von Nutzungskonkurrenz und den Auswirkungen des Klimawandels betroffen ist.

In diesem Themenfeld kann die Geophysik Beiträge leisten, sei es zu Strukturinformation oder zu Untergrundparametern und ihren räumlichen und zeitlichen Änderungen. Ihre Kenntnis ist essentiell für das Prozessverständnis, für die numerische Modellierung von Prozessen und zum Monitoring von Veränderungen im Untergrund wie z.B. einer zunehmenden Grundwasserversalzung.

Der Arbeitskreis dient der Kommunikation unter WissenschaftlerInnen und AnwenderInnen, die mit hydro- und ingenieurgeophysikalischen Verfahren zur Erkundung des Untergrundes arbeiten bzw. entsprechende Messgeräte, Mess- und Auswertemethoden entwickeln.

Sprecher

Die Interessen des Arbeitskreises werden der DGG gegenüber von einem Sprecher vertreten. Der Sprecher berichtet auf der DGG-Vollversammlung über die Aktivitäten des Arbeitskreises, kümmert sich um die regelmäßigen Treffen und koordiniert die sonstigen Aktivitäten: Der Sprecher des Arbeitskreises Hydro- und Ingenieurgeophysik ist Prof. Dr. Wolfgang Rabbel.