von Maximilian Haas – Komitee Öffentlichkeitsarbeit DGG

 

Seit der Gründung des Vereins im Jahr 1922 übernimmt mit Professorin Dr. Heidrun Kopp zum ersten Mal eine Frau die Präsidentschaft der Deutschen Geophysikalischen Gesellschaft (DGG). Die Geophysikerin forscht und lehrt am GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung sowie an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel.

Im Rahmen der aktuell in Braunschweig stattfindenden 79. Jahrestagung der DGG übernimmt Kopp am 7. März 2019 das Präsidentenamt von ihrem Vorgänger Dr. Christian Bücker, der weitere zwei Jahre als Vize-Präsident im Vorstand der DGG mitwirken wird. „Die Deutsche Geophysikalische Gesellschaft ist ein sehr aktiver Verein mit einer lebendigen Tradition. Unsere Mitglieder engagieren sich in allen Bereichen der Geophysik“, sagt Kopp. „Geophysikalische Themen sind von hoher und zunehmender gesellschaftlicher Relevanz, sei es die Suche nach Standorten zur Untergrundspeicherung von Energie und Abfällen, die Abschätzung von Gefährdungen durch Naturkatastrophen oder die Sicherstellung von Ressourcen für unser aller Zukunft. Zu diesen Themen und Aspekten liefert die DGG mit ihren Mitgliedern fundierte Beiträge zur öffentlichen Meinungsbildung und Antworten auf dringende gesellschaftliche sowie wissenschaftliche Fragen. Daher freue ich mich sehr, diese neue Aufgabe zu übernehmen“, ergänzt DGG-Präsidentin Kopp.

Auf der Mitgliederversammlung am 6. März 2019 wählte die DGG ihren neuen Vorstand für die nächste Amtsperiode. Die Geschäftsführung wird zukünftig von Dr. Uwe Meyer von der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe in Hannover übernommen, als Schatzmeister wurde Dr. Kasper Fischer von der Ruhr-Universität Bochum für eine zweite Amtszeit bestätigt. In das Amt des designierten Präsidenten, der in zwei Jahren die Leitung der DGG von Kopp übernehmen und die DGG in ihr Jubiläumsjahr 2022 führen wird, wählten die Mitglieder Professor Dr. Thomas Bohlen vom Karlsruher Institut für Technologie.

Die diesjährige Jahrestagung der DGG findet an der TU Braunschweig mit über 400 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus dem In- und Ausland sowie unter Beteiligung von mehr als 20 Ausstellern statt. Zu den Höhepunkten der Tagung gehörte neben den wissenschaftlichen Präsentationen die Preisverleihung der Emil-Wichert-Medaille an Frau Professor Barbara Romanowicz aus Berkeley, USA sowie die Verleihung der Walter-Kertz-Medaille an den ESA-Astronauten Dr. Alexander Gerst. „Als promovierter Geophysiker hat Alexander Gerst einen besonderen Blick auf die wissenschaftlichen Fragestellungen unseres Fachgebietes, die nicht nur unseren Heimatplaneten, sondern unser gesamtes Sonnensystem betreffen“, erläutert DGG-Präsidentin Kopp.

Die Deutsche Geophysikalische Gesellschaft e.V. vertritt über 1.200 Mitglieder in mehr als 30 Ländern weltweit. Sie wurde 1922 vom Seismologen Emil Wiechert und weiteren 23 Personen in Leipzig gegründet. Die Ziele der DGG sind die Verbreitung und Erweiterung geophysikalischen Wissens in Forschung, Lehre, Anwendung und Öffentlichkeit.

Erstmals führt eine Präsidentin die Deutsche Geophysikalische Gesellschaft