Jahrestagung der Deutschen Geophysikalischen Gesellschaft stellt sich erstmals virtuell dem wissenschaftlichen Diskurs

Dipl.-Ing. Maximilian Haas Komitee Public Relations & Outreach
Deutsche Geophysikalische Gesellschaft e.V.

Auf der vom 01. bis 05. März online stattfindenden Jahrestagung diskutieren vor allem Nachwuchswissenschaftler*innen über aktuelle geophysikalische Forschung von hoher gesellschaftlicher Relevanz.

Die Themen beinhalten die Suche nach Endlagerstandorten, die Untergrundspeicherung von Energie und Abfällen, die Abschätzung von Gefährdungen durch Naturkatastrophen oder die Sicherstellung und nachhaltige Bereitstellung von Ressourcen für unsere Zukunft. Diese und viele weitere Themen werden intensiv in der DGG behandelt und in Form von hochkarätigen, wissenschaftlichen Ergebnissen auf ihrer jährlichen Tagung präsentiert, die derzeit in Kiel stattfindet. Die DGG liefert hier mit ihren Mitgliedern fundierte Beiträge zur öffentlichen Meinungsbildung in einem gesellschaftlichen Kontext.
Im Rahmen der 81. Jahrestagung übernimmt Professor Dr. Thomas Bohlen vom Karlsruhe Institut für Technologie am 04. März 2021 das Präsidentenamt der DGG. „Ich freue mich auf die weiterhin sehr gute Zusammenarbeit im Vorstand und auf die gemeinsame Gestaltung unseres 100-jährigen Jubiläumsjahres 2022“, meint Bohlen. Seine Vorgängerin Professorin Dr. Heidrun Kopp vom GEOMAR in Kiel bleibt dem Präsidium der DGG weitere zwei Jahre als Vize-Präsidentin erhalten. Der bisherige Vizepräsident Dr. Christian Bücker, Universität Hamburg, scheidet turnusgemäß aus dem Präsidium aus.

Auf der Mitgliederversammlung am 03. März 2021 wählte die DGG ihren neuen Vorstand für die nächste Amtsperiode. Die Geschäftsführung wird zukünftig von Dr. Katrin Schwalenberg (Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe, Hannover) übernommen, als Schatzmeister wurde Dr. Kasper Fischer von der Ruhr-Universität Bochum für eine dritte Amtszeit bestätigt. In das Amt des designierten Präsidenten, der in zwei Jahren die Leitung der DGG übernehmen wird, wählten die Mitglieder Professor Dr. Bodo Lehmann von der DMT-Group in Essen.

Die diesjährige Jahrestagung der DGG findet aufgrund der derzeitigen Pandemie erstmals virtuell statt und wurde von der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel unter der Leitung von Professor Dr. Jörg Ebbing organisiert. Mit über 400 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus dem In- und Ausland gehören zu den Höhepunkten der Tagung neben den wissenschaftlichen Präsentationen die Ehrungen und Preisverleihungen, zu denen auch der Ernst-von-Rebeur–Paschwitz-Preis für herausragende Leistungen in der Geophysik zählt. Diese wurde in diesem Jahr an das Forscherteam Dr. Thomas Günther vom Leibniz-Institut für Angewandte Geophysik (LIAG) in Hannover und Dr. Carsten Rücker vom Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) in Berlin verliehen. Mit ihren Forschungen trugen sie einen wesentlichen Beitrag zur geophysikalischen Gemeinde bei, die Professor Bohlen unterstreicht: „Die wegweisenden fundamentalen Entwicklungen wurden kontinuierlich als Open-Software publiziert und sind dadurch für die Wissenschaftsgemeinschaft besonders wertvoll“.

Die Deutsche Geophysikalische Gesellschaft e.V. vertritt über 1.200 Mitglieder in mehr als 30 Ländern weltweit. Sie wurde 1922 vom Seismologen Emil Wiechert und weiteren 23 Personen in Leipzig gegründet. Die Ziele der DGG sind die Verbreitung und Erweiterung geophysikalischen Wissens in Forschung, Lehre, Anwendung und Öffentlichkeit.

Hier geht es zur Pressemitteilung auf idw- Informationsdienst Wissenschaft

Pressemitteilung zur DGG21 Tagung via Informationsdienst Wissenschaft